Berufliches Rehabilitationszentrum Eberswalde - vergleichbare Einrichtung nach § 51 SGB IX

Standorte: Eberswalde, Bad Freienwalde

Leitbild 

Menschlichkeit
Im Mittelpunkt steht der Mensch in seiner Einzigartigkeit und Verschiedenheit.

Wir respektieren seine besondere Lebenslage, seine Bedürfnisse, seine Kultur und Religion, seine Wünsche, Träume und Zukunftsvisionen.

Menschen mit Beeinträchtigungen/Behinderungen haben für uns grundsätzlich:

  • das Recht auf Achtung der menschlichen Würde
  • das Recht auf die Freiheit der Wahl in allen Lebenslagen
  • das Recht, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen
  • das Recht, gleichberechtigt am sozialen Geschehen teilzuhaben
  • das Recht, eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu spielen
  • das Recht zur freien Wohnortwahl

Lebenssinn
Jeder Mensch hat seine eigene Lebensgeschichte. Wir begleiten ihn in seiner Entwicklung in ein selbst bestimmtes Leben. Wir geben ihm Raum und Zeit für Sinnfindung, Zielbildung und Lebensplanung. Wir unterstützen mit Orientierung, initiieren Lernprozesse, sind Vorbild und bestärken die Entwicklung der Persönlichkeit.

Teilhabe
Jeder Mensch hat ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Arbeit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wir bieten ihm Raum und Zeit für die Entwicklung seiner verschiedenen Kompetenzen und Möglichkeiten, seine Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu entwickeln. Wir fördern seine Stärken, entwickeln motivierende Denkweisen, geben Rat und berufliche Orientierung, wo es nötig ist, und helfen ihm behutsam, Probleme selbst zu lösen, Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Zielgruppe
Zielgruppe sind behinderte Jugendliche und Erwachsene, deren Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben oder weiter teilzuhaben, wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 des SGB IX nicht nur vorübergehend wesentlich gemindert sind und die deshalb Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben benötigen, einschließlich lernbehinderter Menschen (§ 19, SGB III).

Die geistige, körperliche und psychische Leistungsfähigkeit muss jedoch für die vorgesehene berufliche Förderung ausreichen.

Betreut werden primär Menschen mit psychischen Behinderungen. Zu den wesentlichen vertretenden psychischen Störungsbildern zählen dabei (Klassifikation ICD-10, 2010):

  • Psychosen: Schizophrenie, manisch-depressive Störungen, affektive Störungen (ICD-10 F2 und F3) einschließlich durch Drogen ausgelöste psychotische Störungen
  • Neurotische Störungen (ICD-10 F4)
  • Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere Essstörungen-Anorexie/ Bulimie (ICD-10 F5)
  • Persönlichkeitsstörungen einschließlich Borderline (ICD-10 F6)
  • Entwicklungsstörungen, auch ADHS (ICD-10 F8)

Ausbildungsangebote 2019/2020

  • Fachpraktiker/in für Metallbau
  • Bauten- und Objektbeschichter/in
  • Fachpraktiker/in im Verkauf
  • Verkäufer/in
  • Fachpraktiker/in im Lagerbereich
  • Fachpraktiker/in Küche

Berufsvorbereitung
Analog zu den Ausbildungsberufen führen wir in den folgenden Berufsfeldern

  • Metalltechnik
  • Holztechnik (nur Bad Freienwalde)
  • Farbtechnik & Raumgestaltung (nur Eberswalde)
  • Ernährung & Hauswirtschaft, Gastronomie
  • Lager & Handel (nur Eberswalde)

eine Berufsvorbereitung durch.

Arbeitserprobung
Darüber hinaus bieten wir eine Arbeitserprobung für jugendliche Rehabilitanden an.
Dauer: 4 Wochen

Wohnheim
16227 Eberswalde
Angermünder Straße 43a

Kapazität: 2 Wohnheimplätze

Einstiegscamp vom bis 27. September 2019

1Das Abenteuer begann mit der gemeinsamen Anreise in öffentlichen Verkehrsmitteln von Bad Freienwalde über Eberswalde und Bernau nach Ruhlsdorf. Die Teilnehmer erschienen pünktlich und gut gelaunt an den jeweiligen Bahnhöfen. Am Bahnhof Bernau wurde die Geduld der Teilnehmer das erste Mal auf die Probe gestellt, da eine gute Stunde Wartezeit bei Nieselregen zu überbrücken war.

Im Feriendorf Dorado angekommen, wurden die Bungalows aufgeteilt und bezogen. Die Jugendlichen machten sich auf den Weg zu erkunden, wer ihre Nachbarn sind.

Beim Mittagessen kam es zur ersten großen Enttäuschung: der Wackelpudding mit Waldmeistergeschmack und Vanillesauce war leider nur optisch ein Hingucker.

Nach dem Mittagessen gab es um 14 Uhr einen gemeinsamen Rundgang mit Ausbildern und Bildungsbegleitern über das Gelände. Die Sozialpädagogen bereiteten in der Zeit ihre Stationen für die anschließende Stationsarbeit vor.

2Die ersten Stationsarbeiten erfolgten unterteilt nach Maßnahmen, so dass die Jugendlichen sowie die Bildungsbegleiter die Gelegenheit hatten, sich gegenseitig im Team zu erleben. Es gab eine Station mit Bewegungsspielen, wie Gordischer Knoten, Obstsalat oder „A beschreibt B wie C sitzt“; Frau Jahn bot ein Kooperationsspiel an und bei Frau Parkstädt flogen Eier in abenteuerlichen Konstruktionen. Alle Eier sind zur Freude aller Beteiligten heil geblieben.

Das Wetter spielte am ersten Tag nicht mit, so dass viele Aktivitäten nach innen verlagert werden mussten. Auf den Wegen des Feriencamps bildeten sich riesige Pfützen und die Teilnehmer waren am Ende des Tages durchgeweicht.

3Die demokratische Entscheidung zum gemeinsamen Filmabend stellte viele Teilnehmer nicht zufrieden bzw. sie äußerten, dass sie die Entscheidung nicht nachvollziehen konnten. Als Alternative gab es das Angebot zu diversen Gesellschaftsspielen und Gesprächsrunden.

Die Nacht zum Donnerstag war für alle Beteiligte sehr kurz. So, dass am Donnerstagmorgen die Teilnehmer ein größeren Schwung Motivation benötigten. Das übernahmen mit viel Begeisterung die frisch hinzukommenden Kollegen.

4Nach dem Frühstück begann das Ausbildungsteam mit den Vorbereitungen für die Chaos-Rallye. Dazu wurden im gesamten Gelände Nummern mit Passwörtern verteilt. Der Material- und Arbeitstisch sowie der Raum für die Jury wurden vorbereitet. Das Ausbildungsteam konnte begeistert werden, selbst ein Team zu bilden. Nach der Mannschaftsbildung ging´s mit wechselhaftem Engagement je nach Mannschaft ans Werk. Es gab viel zu lachen bei Mini-Neptunfest, Frisurenwettbewerb, aber auch viele Grübeleien bei knobeligen Aufgaben. Kunstwerke aus Müll und deren Präsentation sorgten für großes Staunen und viel gemeinsamer Freude. Die Teilnehmer bewiesen viel Kreativität und auch Sorgfalt in der Ausführung ihrer Lösungen, bei der Präsentation oder im Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Material. Nach dem Mittagessen kam es zur großen Siegerehrung mit viel Applaus und 3 süßen Preisen.

Nach einer kleinen Freizeit für die Teilnehmer gab es zwei Angebote zur Wahl: einmal Spiel & Sport in der Turnhalle oder eine Wanderung nach Marienwerder. Die Gruppe teilte sich nach sportlichen Vorlieben. In der Sporthalle kam es zu einer sehr interessanten mit viel Körpereinsatz gespielten Partie im Zweifelderball. Eine Spielvariante im Anschluss mit einem anderen Ball fand bei den Teilnehmern wenig Anklang. Volleyball und Fußball fand ebenfalls seine begeisterten Anhänger. Die Wanderer erreichten die kleine Einkaufsgelegenheit in Marienwerder und sorgten dort für einen erhöhten Umsatz.

5Herr Gädecke, Herr Breitzke & Herr Baarsch kümmerten sich um die gastronomische Versorgung am Abend und grillten für die Teilnehmer und Kollegen.

Die Nacht vom Donnerstag zum Freitag mit etwas mehr Schlaf versehen. Die Abreise der Teilnehmer gestaltete sich unproblematisch, so dass alle gegen Mittag zu Hause waren.

Kontakt

Ansprechpartner:

Gabriele Meißner
Eisenbahnstraße 37
16227 Eberswalde
Telefon: 03334/2022-538
Gabriele.Meissner@bbv-eberswalde.de